Mundpflege

Autor:  Maria Yiallouros, Dr. med. habil. Gesche Tallen, erstellt am 25.08.2009, Zuletzt geändert:  12.05.2020

Wichtige Tipps für alle Patienten, die eine Chemotherapie und/oder eine Bestrahlung im Bereich von Mund, Hals oder Speiseröhre erhalten haben:

  • Achten Sie auf eine gründliche und regelmäßige Mundpflege (mindestens 3 x täglich nach den Mahlzeiten). Sie dient der Reduktion von Keimen in Mund- und Rachenraum und hält die Mundschleimhaut feucht.
  • Benutzen Sie eine weiche Zahnbürste mit kurzem Bürstenkopf, um eine Verletzung der Schleimhäute zu vermeiden; ersetzen Sie sie mindestens alle vier Wochen durch eine neue; nach der Zahnpflege Mund gründlich ausspülen (siehe unten). Bei Blutungsneigung oder geschädigter Mundschleimhaut muss vorübergehend auf die Zahnbürste verzichtet werden. Stattdessen können zum Beispiel Wattestäbchen verwendet werden.
  • Zum Ausspülen des Mundes kann in der Regel Leitungswasser aus dem öffentlichen Versorgungsnetz verwendet werden, jedoch nicht aus eigenem Brunnen oder bei alten Wasserleitungen. Empfehlenswert ist die Verwendung von Mineralwasser oder Tees (Pfefferminz, Kamille, Salbei, Ringelblume). Die Mundspülung sollte parallel mit der Zahnpflege durchgeführt werden, das heißt mindestens 3 x täglich, bei angegriffener Mundschleimhaut häufiger (mindestens 6 x täglich).
  • Nach jedem Erbrechen Zähne säubern und Mund gründlich ausspülen (Zähne werden sonst stark angegriffen).
  • Bei Entzündungen der Mundschleimhaut: Regelmäßige Mundspülungen mit antiseptischen Lösungen (zum Beispiel Chlorhexidin-Präparate) wirken gegen Krankheitserreger und beugen einer Infektion vor; auch das Gurgeln mit Kamillen- oder Salbeiextrakten hat eine entzündungshemmende Wirkung.