Gibt es Hilfen für Geschwister?

Autor:  Dr. med. habil. Gesche Tallen, Redaktion:  Maria Yiallouros, Freigabe:  Prof. Dr. med. Dr. h.c. Günter Henze, Zuletzt geändert:  12.05.2020

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Foto: Wiebke Peitz I Charité Universitätsmedizin Berlin

Geschwistern von krebskranken Kindern kommt immer eine ganz besondere Rolle zu. Die Sorge um das erkrankte Kind fesselt nicht nur die Gefühle der Eltern für eine lange Zeit und lenkt sie so auf das eine Kind, sondern sie bringt auch den Rhythmus der ganzen Familie durcheinander.

Häufig bleibt ein Elternteil ganz in der Klinik und ist für den "Rest" der Familie nicht greifbar. Aber auch zu Hause benötigt das kranke Kind intensive Pflege und Zuwendung, und eine schwierige Situation nach der anderen muss gemeistert werden. Erst wenn die Krankheit etwas in den Hintergrund treten darf, weil sich eine gewisse "Normalität" und "Routine" eingestellt hat, sind Eltern in der Lage, auch wieder auf ihre eigenen Bedürfnisse und die der anderen Familienmitglieder zu achten.

Geschwister, egal ob sie älter oder jünger sind als das kranke Kind, haben bis dahin schon einige Krisen bewältigen müssen. Sie mussten lernen zurückzustecken, mussten oft allein sein, vielfach Verantwortung übernehmen, wurden vielleicht von Eifersucht und Neid geplagt, sicherlich auch von Schuld oder Angst, und haben oftmals in dem Wunsch, ihre Eltern schonen zu wollen, vieles "heruntergeschluckt". Bei vielen Geschwistern machen sich diese Belastungen durch verschiedenste Anzeichen bemerkbar.

Die nebenstehenden Links führen Sie zu Literatur und Informationsmaterialien, die die ganz besondere Situation der Geschwister verdeutlichen. Sie sollen dazu beitragen, dass Probleme gemeinsam frühzeitig erkannt, rechtzeitig angegangen und behoben werden können.