Medikamenteneinnahme / Stuhlgang

Autor:  Maria Yiallouros, Dr. med. habil. Gesche Tallen, erstellt am 25.08.2009, Zuletzt geändert:  12.05.2020

Für die Behandlung der Erkrankung ist die regelmäßige Einnahme von Medikamenten in Form von Tabletten, Säften und Suspensionen auch zu Hause von großer Bedeutung.

  • Bitte gehen Sie nicht nach Hause ohne Medikamentenplan und ohne die notwendigen Rezepte. Lassen Sie sich vor der ersten Entlassung ein Rezept für einen Tablettenteiler ausstellen.
  • Achten Sie auf pünktliche und richtige Medikamenteneinnahme.
  • Zytostatika in Form von Tabletten (zum Beispiel Thioguanin) nur mit Handschuhen anfassen und beim Zerteilen einen Mundschutz anlegen; zur Teilung der Tabletten immer den Tablettenteiler benutzen.
  • Die Einnahme der Zytostatika-Tabletten darf nicht mit Milch oder anderen Milchprodukten erfolgen. Bei Problemen und Unsicherheiten während der Verabreichung von Medikamenten bitte nachfragen.
  • Ohne Rücksprache mit dem Behandlungsteam keine zusätzlichen Medikamente geben beziehungsweise einnehmen (siehe unten).

Wichtiger Hinnweis

Vermeiden Sie Medikamente, die die Funktion der Blutplättchen beeinträchtigen, wie zum Beispiel Aspirin und Ibuprofen. Bei Fieber oder Schmerzen dürfen unter einer Chemotherapie grundsätzlich keine Aspirin-haltigen Medikamente verabreicht werden. Unbedingt auf andere Substanzen ausweichen, zum Beispiel Paracetamol. Fragen Sie das Behandlungsteam.

Die Gabe von Vitaminpräparaten, homöopathischen Mitteln, Heilpflanzen und -kräutern sowie der Einsatz alternativmedizinischer Maßnahmen oder bestimmter Diäten sollten vorher mit dem zuständigen Behandlungsteam besprochen werden.

Durch die Einnahme von Medikamenten kann es zu Verstopfung kommen.

  • Achten Sie auf regelmäßigen Stuhlgang (mindestens alle 2-3 Tage).
  • Achten Sie auf die Menge, die Form und die Farbe des Stuhlgangs. Auffälligkeiten bitte notieren beziehungsweise dem Behandlungsteam mitteilen.