Patientenkongreß Leipzig

Autor:  Dr. med. Ralf Herold, Erstellt am 13.09.2003, Zuletzt geändert: 13.09.2003 https://kinderkrebsinfo.de/doi/e2415

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[ Berlin , 25.06.2003 ]  „Ihr Kind hat Krebs“ – kaum eine Nachricht ist so schlimm wie diese. Jährlich müssen sich 2.000 Familien in Deutschland dieser Diagnose für ihr Kind stellen. Einen Teil ihres immensen Bedarfs an Informationen deckt das von den führenden deutschen Kinderkrebsspezialisten entwickelte Internet-Informationsportal „www.kinderkrebsinfo.de“ ab, das das Kompetenznetz Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (KPOH) auf dem Patientenkongress in Leipzig am 28. Juni 2003 vorstellt. Hier erhalten Betroffene sowie Ärzte, fachlich Interessierte und Journalisten Informationen zu den Themen Diagnose und Behandlung, Therapiekonzepte, Erkrankungen, Symptome, psychosoziale Betreuung, Nachsorge und Weiterbildung. Erstmals gibt es in Deutschland damit ein Angebot derjenigen, die Tag für Tag mit der Behandlung der kleinen Patienten zu tun haben.

Das neue Internetportal ist auch ein wichtiger Bestandteil der besseren Vernetzung zwischen den Kinderkrebsexperten, weiteren Ärztegruppen und den Betroffenen-Verbänden. Während die Betroffenen-Verbände wie etwa die Deutsche Krebshilfe, die Deutsche Leukämie-Forschungshilfe, die Kind-Philipp- Stiftung, die Carreras-Stiftung oder die Deutsche Kinderkrebsstiftung in einer horizontalen Vernetzung bereits sehr effizient zusammenarbeiten, ließ die vertikale Vernetzung der medizinischen Fachleute noch zu wünschen übrig. „Doch die Zeiten, in denen Ärzte und Betroffene nebeneinander herarbeiteten, sind endgültig vorbei“, so Prof. Dr. Günter Henze, der Sprecher des Kompetenznetzes. Auf Veranstaltungen wie etwa dem Patientenkongress werde man sich künftig sehr viel besser austauschen, um den Informationstransfer für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen weiter zu verbessern. Nach Ansicht von Experten wird weiterer Fortschritt bei der Behandlung der Patienten weniger von der - bereits sehr ausgereiften - medikamentösen Behandlung als vielmehr von der besseren Vernetzung aller Beteiligten in der Klinischen Krebsforschung abhängen.