Deutscher Krebspreis für Kinderkrebsforscher Prof. Henze

Für seine wissenschaftlichen Beiträge zur Weiterentwicklung der Therapien für Kinder, die an einer akuten lymphoblastischen Leukämie oder an einem Non-Hodgkin-Lymphom erkrankt sind, erhiet Prof. Dr. med. Dr. h.c. Günter Henze den Deutschen Krebspreis 2009. Der Preisträger ist Sprecher des Kompetenznetzes Pädiatrische Onkologie und Hämatologie und Direktor der Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Onkologie und Hämatologie an der Charité - Universitätsmedizin Berlin.

Autor:  Anja Bode, Erstellt am 02.03.2012, Zuletzt geändert: 02.03.2012 https://kinderkrebsinfo.de/doi/e67449

[ Berlin , 18.03.2009 ]  Mit der Vergabe des klinischen Teils des Deutschen Krebspreises werden Prof. Henzes Forschungsergebnisse in der Diagnostik und Behandlung von malignen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen gewürdigt, durch die Therapiekonzepte über viele Jahre wesentlich weiterentwickelt werden konnten.

Seit über 30 Jahren arbeitet Prof. Henze in der Kinderkrebsforschung. Die Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Onkologie und Hämatologie an der Charité leitet Prof. Henze seit 1988. Dem Kompetenznetz Pädiatrische Onkologie und Hämatologie steht er seit seiner Gründung 1999 als Sprecher vor.

Mit seinen Forschungsergebnissen trug Prof. Henze wesentlich dazu bei, Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen besser zu verstehen und behandeln zu können. Hierfür erhielt er unter anderem 1981 den Wissenschaftspreis der Kind-Philipp-Stiftung für Leukämieforschung, 1998 den Fritz-Acker-Preis und für „überragende Verdienste auf dem Gebiet der pädiatrischen Hämatologie/Onkologie“ den Wilhelm-Warner-Preis für Krebsforschung 2007. Für seine Ver-dienste um die Berliner Hochschulmedizin wurde er im vergangenen Jahr mit dem Bundesver-dienstkreuz ausgezeichnet.

In Anerkennung seiner Verdienste um die wissenschaftliche Fort- und Weiterbildung russischer Kinderärzte auf dem Gebiet der Hämato-Onkologie verlieh ihm die Far Eastern State Medical University of Khabarovsk 1997 die Ehrendoktorwürde.

In nationalen und internationalen Vereinigungen setzt sich Prof. Henze dafür ein, die Versor-gung und die Heilungschancen krebskranker Kinder weltweit zu verbessern. Von 1994 bis 2000 war er Vorsitzender der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) und von 1998 bis 2000 Präsident der Internationalen Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie (SIOP). Derzeit ist er Vorsitzender des Kuratoriums der Deutschen Kinderkrebsstif-tung und des wissenschaftlichen Beirats der Deutschen José Carreras Leukämie Stiftung. 2003 erhielt er die Auszeichnung für Verdienste um die Entwicklung der Partnerschaftsbezie-hungen zwischen Berlin und Moskau für die Förderung der medizinischen Ausbildung und Forschung bei der Behandlung krebskranker Kinder.

Der Deutsche Krebspreis wurde in Berlin am 18. März 2009 im Rahmen der Festveranstaltung zum 15. Internationalen Kongress der Abteilung Experimentelle Krebsforschung (AEK) in der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. verliehen.