Studien und Register der Onkologie

Angesichts der Seltenheit von malignen Erkrankungen im Kindesalter haben sich pädiatrisch-onkologisch arbeitende Ärzte schon in den siebziger Jahren zusammengeschlossen, um ausreichende Erfahrung in der Therapie dieser Erkrankungen zu generieren. Sechs Jahre nachdem Donald Pinkel 1968 (Memphis/USA) auf einem Vortrag in München seine Heilungsergebnisse bei Kindern mit ALL vorstellte, wurden nahezu gleiche Ergebnisse innerhalb einer ersten gemeinsamen Therapiestudie zur Behandlung der ALL in Deutschland erreicht. Die 1976 von H. Riehm gegründete BFM (Berlin, Frankfurt, Münster)-Studiengruppe ist durch ihr Behandlungskonzept und die erreichten hohen Heilungsraten bei der ALL international bekannt geworden.

Heute beteiligen sich pädiatrisch-onkologisch tätige Ärzte an über 70 deutschen, österreichischen und schweizerischen Kliniken an dieser Kooperation, und viele kooperative multizentrische Studien finden in den letzten Jahren zunehmend unter europäischer oder weltweiter Beteiligung statt. Dadurch sind international beispielgebende Behandlungsergebnisse erzielt worden.

Beim überwiegenden Teil dieser sogenannten GPOH-Studien handelt es sich um Phase III oder Phase IV Studien (siehe auch "Klinische Sudien"). Aber es gibt auch einzelne Studien, die in den Bereich der frühen klinischen Studien fallen, und bei denen die Studienleitung / die Sponsorenschaft nicht einem Unternehmen der Pharmaindustrie obliegt, sondern die Studie von einem akademischen Sponsor geleitet wird. Diese Studien werden auch als IIT (investigator initiated trial) bezeichnet.
Alle anderen frühen klinischen Studien sind im Bereich Phase I/II-Studien zu finden.

Stu­di­en-Na­vi­ga­tor

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