Forschungsausschuss Langzeitfolgen
Um die Anfragen an die Kohorte der long-term childhood cancer survivor zu bewerten und um Mehrfachbefragungen der Patienten zu vermeiden, wurde im Jahre 2007 unter Leitung von Prof. Dr. Gritta Janka der Forschungsausschuss Langzeitfolgen gegründet.
Inhaltsverzeichnis
Mitglieder und Aufgaben
Der GPOH Forschungsausschuss Langzeitfolgen ist direkt dem GPOH Vorstand unterstellt. Seit 2025 ist Herr Prof. Dr. Thorsten Langer der Sprecher und Frau Prof. Dr. Gabriele Escherich die stellvertretende Sprecherin. Der Forschungsausschuss setzt sich zusammen aus VertreterInnen verschiedener Studiengruppen/Fachbereichen sowie PatientenvertreterInnen. Dabei sollten je mindestens ein Vertreter aus dem Bereich der hämatologischen Onkologie, der Sarkome, der embryonalen Tumoren und der Hirntumore, sowie ein Verterter der PSAPOH und ein Patientenvertreter beteiligt sein. Die restlichen drei Mitgleider sollten den Schwerpunkt Cancer Survivorship vertreten. Ein Vertreter des Deutschen Kinderkrebsregisters ist im Forschungsausschuss beratendes Mitglied.
Die aktuellen Mitglieder sind:
Prof. Dr. Thorsten Langer (AG Cancer Survivorship) - Sprecher
Frau Prof. Dr. Gabriele Escherich (AG Cancer Survivorship) - stellvertretende Sprecherin
Prof. Dr. Uta Dirksen (Sarkome)
Prof. Dr. Michael Schündeln (Leukämien)
Dr. Carsten Friedrich (Hirntumore)
Prof. Dr. Thorsten Simon (embryonale Tumore)
NN (PSAPOH)
Jessica Hirsch (Patientenvertreterin)
Dr. Gabriele Calaminus (AG Cancer Survivorship)
Desiree Grabow (DKKR, Beratendes Mitglied)
Der Forschungsausschuss Langzeitfolgen der GPOH begutachtet Forschungsprojekte, die die Kohorte der Langzeitüberlebenden über das Deutsche Kinderkrebsregister anschreiben wollen (= Patientenbefragung). Das Deutsche Kinderkrebsregister muss diese genehmigten Projekte so zeitlich einordnen, dass die Kohorte der Langzeitüberlebenden nicht zu häufig gleichzeitig angeschrieben wird. Ziel ist es, dass bei solchen Patientenbefragungen je nach Studienfragestellung die bestehenden Studiengruppen - und Diagnose-übergreifend arbeitenden Spätfolgen-Forschergruppen, zusammenarbeiten, im Sinne einer Bündelung von Aktivitäten und Effizienzsteigerung, Minimierung der Belastung der Betroffenen und Vermeidung von Interessenskonflikten. Eine Projektvorstellung in der AG Cancer Survivorship ist zu einem frühen Projektzeitpunkt ideal, um diese Bündelung von Aktivitäten zu erreichen.
Die Aufgaben des Forschungsausschusses sind 2007 sowie aktualisiert 2018 im Positionspapier der GPOH zur (Langzeit-) Nachsorge- und Spätfolgenerhebung bei pädiatrisch-onkologischen Erkrankungen festgelegt. (Calaminus & Kaatsch, Klin Padiatr, 2007; Langer et al., 2018).
Jedes neues Forschungsprojekt durchläuft den gleichen Begutachtungsweg. Das Votum des Forschungsausschusses ‚Langzeitfolgen‘ sollte früh eingeholt werden sollte, damit bei der Beantragung von Fördermitteln resp. des Ethikvotums u.a. mögliche Auflagen berücksichtigt werden können. Die vorgestellten Projekte werden vertraulich behandelt.
Der Forschungsausschuss soll
- sicherstellen, dass im Zuge von Forschungsvorhaben über Langzeitüberlebende eine zu häufige Kontaktierung von PatientInnen und Interessenskonflikte vermieden wird und
- die geplanten Forschungsvorhaben mit Langzeitüberlebenden auf Mehrfachbefragungen sowie auf methodische, ethische, datenschutzrechtliche und inhaltliche Gesichtspunkte prüfen und die Antragsteller beraten.
Alle Studien, die Forschung an Langzeitüberlebenden durchführen und die Logistik des DKKR beanspruchen, müssen dem Forschungsausschuss Langzeitfolgen vorgelegt werden. Die Versandlogistik an die ehemaligen Patienten übernimmt bei solchen Forschungsvorhaben das DKKR. Dies umfasst die Einwohnermeldeamt-Recherchen, das Informieren der Kliniken über das geplante Forschungsprojekt, sowie die eigentliche Versandlogistik und Kommunikation mit den ehemaligen PatientInnen und ggf. deren Familien. Das DKKR meldet dem Forschungsausschuss die zeitliche Reihenfolge der anstehenden Projekte zurück. Ferner ist es wünschenswert, dass der Forschungsausschuss auch über Studien informiert wird, die ohne die Zuhilfenahme des DKKR bei Langzeitüberlebenden durchgeführt werden.
Arbeitsweise des Forschungsausschusses
- Einreichung eines Letter of Intent (Projektskizze) bei der Vorsitzenden/ beim Vorsitzenden des Forschungsausschusses: Es muss ersichtlich sein, wie die Einbindung des DKKR und falls erforderlich der Therapiestudien/ Register und vorhandener/ geplanter Langzeitnachsorgeprojekte erfolgt.
- Die Prüfung durch den Forschungsausschuss ersetzt kein ausführliches Fachgutachten einer Fördereinrichtung.
- Abwicklung des Antragseinganges: Der Antragsteller muss entweder GPOH-Mitglied sein oder der Antrag muss von einem GPOH-Mitglied unterstützt werden und der Leiter der jeweiligen Einrichtung muss den Antrag unterschreiben. Der Vorsitzende/ die Vorsitzende verteilt die Anträge an die Mitglieder des Forschungsausschusses per E-Mail. Die Begutachtung erfolgt innerhalb von 4-6 Wochen. Der Austausch über die Gutachten innerhalb des Forschungsausschusses soll, wenn möglich, über eine Video- oder Telefonkonferenz erfolgen.
- Bewertung der Anträge und Rückführung: Als Bewertung ist eine uneingeschränkte Befürwortung, eine Befürwortung mit spezifizierten Änderungen mit oder ohne Empfehlung der Wiedervorlage, sowie eine Ablehnung möglich. Die Rückantwort erfolgt an den Antragsteller. Der GPOH Vorstand und das DKKR erhalten das finale Votum der positiv bewerteten Projekte.
- Einmal jährlich erhält der GPOH Verstand einen Bericht über die begutachteten Anträge.
Letter of intend/Projektskizze
Begutachtete Forschungsprojekte 2012-2026
GPOH-Forschungsausschuss „Langzeitfolgen“
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Einreichung |
Titel |
Antragssteller |
Votum |
Ansprechpartner |
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Januar 2012 |
Kardiale und vaskuläre Spätfolgen bei Langzeit-Überlebenden nach Krebs im Kindesalter – (Cardiac and vascular late sequelae in long-term survivors of childhood cancer (CVSS): a multidisciplinary clinical, epidemiological and genetic approach) |
PD Dr. Spix, Prof. Dr. Faber, Prof. Dr. Wild, Universitätsmedizin Mainz |
Eingeschränktes Votum für Projektteil kardiovaskuläre Risikofaktoren nach Krebs im Kindesalter 09/2012 erteilt |
faber@uni-mainz.de |
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November 2012 |
The perception of the sen, Prof. Sanderman, Vicky Lehmann, M.Sc, Groningen, Niederlande, Dr. G. Calaminuslf, sexuality, relationships, and singlehood in childhood cancer survivors (CCS) |
Prof. Hagedoorn, Prof. Sanderman, Vicky Lehmann, M.Sc, Groningen, Niederlande, Dr. G. Calaminus |
Positives Votum erteilt am 27.02.2014 |
Gabriele.Calaminus@ukbonn.de, v.lehmann@umcg.nl |
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August 2012 |
Gesundheitsstatus der Nachkommen von Überlebenden einer Krebserkrankung im Kindes- und Jugendalter - Ergänzungsantrag zur Befragung der zusätzlich durch die VIVE Studie erfassten ehemaligen Patienten mit eigenen Nachkommen“ |
PD Dr. A. Borgmann-Staudt |
Zunächst kein Votum erteilt, da Überschneidungen mit VIVE-Projekt. Bei erneuter Wiedervorlage Votum dann 02/2014 erteilt |
anja.borgmann@charite.de |
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Dezember 2012 |
Strukturoptimierung für krebskranke Kinder nach Anthrazyklintherapie - Pilotstudie zur Ursache und Früherkennung der Anthrazyklin-induzierten Kardiomyopathie nach Nephro- und Neuroblastoms |
Prof. Dr. Langer, Prof. Dr. Graf, Prof. Dr. Simon, Prof. Dr. Abdul-Khaliq, PD Dr. Kaatsch, Dr. G. Calaminus |
Positives Votum erteilt in 04/2013 |
thorsten.langer@uksh.de |
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April 2013 |
Psychosoziale Spätfolgen bei langzeitüberlebenden Patienten nach Krebs im Kindes- und Jugendalter |
Prof. Dr. M. Beutel |
Zunächst kein Votum erteilt, da Überschneidungen mit VIVE Projekt. Nach erneuter Vorlage 05/2016 positives Votum erteilt |
Manfred.Beutel@unimedizin-mainz.de |
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November 2013 |
Unravelling the Genetic Basis of Cancer Predisposition - UnCaP–Studie |
Prof. Dr. T. Klingebiel, Prof. Schlegelberger, PD Kaatsch |
Positives Votum erteilt in 02/2014 |
thomas.klingebiel@kgu.de |
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Juli 2014 |
GPOH-ModelIprojekt HD-Spätfolgen |
Prof. Dr. D. Körholz und Kollegen |
Positives Votum erteilt am 05.08.2014 |
Dieter.Koerholz@paediat.med.uni-giessen.de |
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März 2015 |
Krebserkrankungen im Kindesalter und molekulare Epidemiologie ( Kikme) |
Dr. Marron |
Positives Votum in 07/2015 erteilt |
marronm@uni-greifswald.de |
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Dezember 2015 |
Education and subsequent employment in childhood cancer survivors (ESEC) |
Prof. Dr. S. Singer |
Positives Votum in 01/2016 erteilt |
singers@uni-mainz.de |
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April 2016 |
Onkologische Erkrankung im Vorschulalter (OEVA) und Übergang vom Kindergarten in die Schule (ikidS-OEVA) |
Prof. Dr. M. S. Urschitz |
Positives Votum in 06/ 2016 erteilt |
urschitz@uni-mainz.de |
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April 2016 |
Deutschlandweite standardisierte Fragenbogenstudie zur psychosozialen Situation von Langzeitüberlebenden einer Krebserkrankung im Kindes- oder Jugendalter im Rahmen einer Mixed-Methods-Erhebung |
Prof. Dr. D. Reinhardt |
Positives Votum in 11 /2016 erteilt |
Dirk.Reinhardt@uk-essen.de |
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2017 |
Basiserhebung zur Lebenssituation, Gesundheitszustand und Lebensqualität nach Erkrankung an LANGERHANSZELL HISTIOZYTOSE (LCH) |
Prof. Dr. M. Minkov |
Positives Votum |
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2019 |
Aufbau, Evaluation und Implementierung einer multidisziplinären Langzeitnachsorge für heute Erwachsene, ehemals krebskranke Kinder und Jugendliche in Deutschland – eine prospektive, multizentrische Nachsorge – Versorgungsstudie |
Prof. Dr. Thorsten Langer |
Positives Votum |
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2019 |
Psychosoziale Gesundheit, kognitives Outcome und metabolische Auffälligkeiten nach Behandlung einer akuten lymphoblastischen Leukämie im Kindesalter |
Prof. Dr. Melchior Lauten |
Positives Votum |
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2020 |
Evaluation des Langzeit-Outcomes von Kindern und Jugendlichen mit CML nach allogener Stammzelltransplantation |
Prof. Dr. Markus Metzler |
Positives Votum |
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2020 |
Genetic Evaluation of Individuals with Features suggestive of a Cancer Predisposition Syndrome identified through the German Childhood Cancer Registry |
Prof. Dr. Christian Kratz |
Positives Votum |
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2020 |
Kardiovaskuläre Komorbidität in pädiatrischen AML-Patienten nach Stammzelltransplantation oder Chemotherapie |
Prof. Dr. Anette Melk, Dr. Rita Beier |
Beratung |
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2022 |
Prävalenz eines Diabetes mellitus nach einem Medulloblastom bzw. Ependymom im Kin des-/ Jugendalter, behandelt mit oder ohne spinale Bestrahlung- Eine nationale Querschnittsstudie |
Dr. Judith Gebauer |
Positives Votum |
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2022 |
OPTILATER - Optimales Langzeitüberleben nach Krebs |
Prof. Dr. Uta Dirksen |
Positives Votum |
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2023 |
Quality-of-Life and Late and Long-Term Effects of Treatment in Survivors of Pediatric Differentiated Thyroid Cancer |
Dr. Friederike Eilsberger |
Beratung |
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2023 |
Implementierung des Survivorship Passport in Deutschland und das EU Projekt zur Implementierung des Survivorship Passport |
Dr. Desiree Grabow |
Positives Votum |
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2024 |
Familien mit Rhabdoid-Tumor-Dispositions-Syndromen (RTPS1 und 2) – Entwicklung eines klinischen und humangenetischen Versorgungskonzeptes |
Prof. Dr. Michael Frühwald |
Positives Votum |
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2025 |
Oral health late effects of treatment for childhood and adolescent cancer; Mundgesundheit - Spätfolgen der Behandlung von Krebs im Kindes- und Jugendalter |
Dr. Desiree Grabow |
Positives Votum |
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2025 |
Bedarfsgerechte, sektorenübergreifende Nachsorge nach Hirntumorerkrankung im Kindes- und Jugendalter zur Prävention und Versorgung von Folgeproblemen / HIT-Life |
Prof. Dr. Stefan Rutkowski |
Positives Votum |
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