Typische Fragen von Kindern und Jugendlichen

Autor:  Agathe Schwarzinger, Iris Lein-Köhler, Erstellt am 02.06.2021, Zuletzt geändert: 23.02.2022 https://kinderkrebsinfo.de/doi/e227214

Oft stellen Kinder und Jugendliche ihre Fragen nach und nach, genau dann, wenn sie sich damit beschäftigen. In ständig gutem Kontakt und für alle Fragen jederzeit offen zu sein, ist Ihre wichtigste Aufgabe als Vertrauensperson Ihres Kindes/Jugendlichen. Solche Fragen können sein

Verwenden Sie einfache Worte und kurze Sätze. Kinder können verstehen, dass ein Tumor etwas ist, das sie krank macht oder dass ihr Blut nicht so funktioniert, wie es sollte (Leukämie). Nennen Sie die Erkrankung beim Namen und scheuen Sie nicht vor dem Wort „Krebs“ zurück – Ihr Kind wird sowieso damit konfrontiert. Erklären Sie, dass Krebs eine ernste Erkrankung ist, aber die meisten Kinder gesund werden.

Einige Kinder glauben, dass sie etwas Schlimmes oder Falsches getan haben und dass sie deshalb krank geworden sind. Sagen Sie deutlich, dass selbst die Ärztinnen und Ärzte die Ursachen dieser Erkrankung erst noch erforschen und dass das Kind nichts falsch gemacht und keine Schuld hat.

Einige Kinder kennen jemanden oder haben davon gehört, dass man an Krebs sterben kann. Das kann sie beunruhigen. Erklären Sie Ihrem Kind, dass die meisten Kinder wieder ganz gesund werden und die Ärztinnen und Ärzte alles dafür tun. Wenn Ihr Kind Fragen zu Sterben und Tod stellt und Sie unsicher sind, wie Sie darauf reagieren sollen, holen Sie sich Rat beim Psychosozialen Team.

Auf der Station begegnet Ihr Kind anderen Kindern und Jugendlichen, die ihre Haare verloren haben oder denen es schlecht geht. Besprechen Sie mit dem Behandlungsteam, welche Nebenwirkungen bei Ihrer Tochter/Ihrem Sohn zu erwarten sind und wie Sie ihr/ihm helfen können, damit umzugehen. Informieren Sie Ihr Kind wahrheitsgemäß, denn so können Sie gemeinsam entsprechend reagieren und sich vorbereiten (beispielsweise Tücher oder Kappen besorgen).

Kinder kennen die Ansteckungsgefahr von Infektionskrankheiten und insbesondere Geschwister und Freunde könnten sich Sorgen machen, auch Krebs zu bekommen. Doch dem ist nicht so: Krebs ist nicht ansteckend!