Laboruntersuchungen

Autor:  Maria Yiallouros, Erstellt am 23.03.2022, Zuletzt geändert: 23.03.2022 https://kinderkrebsinfo.de/doi/e221705

Laboruntersuchungen spielen bei der Diagnosestellung des Neuroblastoms eine wichtige Rolle. Denn bei den meisten Neuroblastom-Patienten findet man im Blut oder im Urin erhöhte Werte bestimmter körpereigener Substanzen, die als so genannte Tumormarker für die Diagnose der Erkrankung genutzt werden können.

Die wichtigsten spezifischen Tumormarker beim Neuroblastom sind bestimmte Katecholamine beziehungsweise deren Abbauprodukte Dopamin, Vanillinmandelsäure (VMA) und Homovanillinsäure (HVA). Etwa 90 % aller Patienten mit Neuroblastom scheiden diese Katecholamin-Stoffwechselprodukte aus, so dass entsprechende Konzentrationsmessungen im Spontanurin zuverlässige Hinweise bei der Erstdiagnose und oft auch für den weiteren Krankheitsverlauf bieten. Ein weiterer wichtiger Tumormarker ist die Neuronspezifische Enolase (NSE) im Blutserum.

Ist die Diagnose „Neuroblastom“ feingeweblich gesichert, können darüber hinaus weitere, eher unspezifische Marker (wie Ferritin und Laktatdehydrogenase, LDH) für die Prognose des Patienten von Bedeutung sein, so dass auch deren Konzentration im Rahmen einer Blutuntersuchung überprüft wird. Denn: Werden die genannten Tumormarker zum Zeitpunkt der Diagnose mit erhöhten Werten nachgewiesen, können sie während und nach der Behandlung zur Kontrolle des Krankheitsverlaufs und Therapieerfolgs herangezogen werden. Ein Wiederanstieg der Werte nach der Ersttherapie kann dann zum Beispiel auf einen Krankheitsrückfall oder ein Fortschreiten der Erkrankung hinweisen.