Welche Behandlungsmethoden sind erforderlich?

Autor:  Maria Yiallouros, Zuletzt geändert:  03.06.2021

Im Zentrum der Behandlung einer akuten lymphoblastischen Leukämie (ALL) steht die Chemotherapie. Bei manchen Patienten erfolgt zusätzlich eine Bestrahlung des Zentralnervensystems (Schädelbestrahlung). In bestimmten Fällen ist eine Hochdosis-Chemotherapie mit anschließender Stammzelltransplantation notwendig.

Die Intensität und Dauer der Chemotherapie, die Notwendigkeit einer Bestrahlung des zentralen Nervensystems oder einer Stammzelltransplantation sowie die Heilungsaussichten der Erkrankung richten sich unter anderem danach, an welcher ALL-Unterform der Patient erkrankt ist, wie stark sich die Leukämiezellen im Körper bereits ausgebreitet haben und, vor allem, wie die Leukämie auf die Therapie anspricht. Auch das Alter des Patienten spielt eine Rolle (siehe auch Kapitel „Therapieplanung“).

Gut zu wissen: Patienten mit reifer B-ALL (auch: B-AL) werden nicht wie alle anderen ALL-Unterformen im Rahmen der für akute lymphoblastische Leukämien üblichen Therapiepläne behandelt. Sie erhalten eine Therapie wie die reifen B-Zell Non-Hodgkin-Lymphome und sind daher in den folgenden Ausführungen nicht berücksichtigt. Informationen zur Behandlung von Patienten mit reifer B-ALL finden Sie hier.