01. March 2013 - Studien, Registern und Arbeitsgruppen

NACHSORGE-Broschüren der Arbeitsgruppe Spätfolgen – Late Effects Surveillance Systems (LESS)

Herr Professor Dr. T. Langer (LESS-Studienleiter) hat gemeinsam mit Mitgliedern seiner Arbeitsgruppe eine sehr wichtige und notwendige Hilfe für PatientInnen in der Phase der Nachsorge nach einer Krebserkrankung im Kindes-und Jugendalter entwickelt, die NACHSORGEBroschüren.

Die jetzt vorliegende Broschüre richtet sich an Kinder und Jugendliche nach der Behandlung eines malignen Knochentumors (Osteosarkom/Ewing-Sarkom), weitere Broschüren zu den Themen Weichteiltumore, Leukämien, Hirntumore, Lymphome und embryonale Tumore sollen folgen. Jede dieser Broschüren enthält einen Kalenderanhang, in dem Untersuchungstermine, Befunde und weitere notwendige Angaben zur Nachsorge eingetragen werden können. Damit wird diese Broschüre individualisiert. „Dank der erheblichen Fortschritte in der Therapie von Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter wird die Gruppe der Überlebenden immer größer. Diese Erfolge verlangen aber oft eine recht aggressive Behandlung.“, sagt Prof. Langer. Die individuelle Nachsorge ist notwendig, um Gesundheitsstörungen und Beeinträchtigungen der Teilhabe als Folge einer Krebstherapie sowie eventuelle Lokalrezidive und/oder Metastasen frühzeitig zu erkennen und zu entdecken. Je früher solche Befunde erkannt und behandelt werden, desto besser ist meist die Prognose einer Heilung. „Krebsnachsorge ist somit zugleich Krankheitsvorsorge“, so Langer.

Die Broschüre wurde gemeinsam mit Eickhoff Kommunikation und der Medizinjournalistin Christine Vetter als Partner gestaltet. Die Madeleine Schickedanz-KinderKrebs-Stiftung in Fürth fördert dieses Projekt finanziell. Graphik und Design der Broschüre wurden von Petra Wöhrmann aus München und Kai Funck aus Köln erarbeitet. Die Broschüre kann als Printmedium bei LESS bezogen werden (li-less@uk-erlangen.de); eine Onlineversion (www.nachsorge-ist-vorsorge.de) ist derzeit in Vorbereitung.  

Th. Langer

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