01. May 2014 - Symposien, Konverenzen, Events

Hirntumor-Netzwerktagung am 28.-29. März 2014 in Essen – Aktuelles aus den Studien und offener Dialog mit Betroffenen

Die mit rund 500 Teilnehmern bisher größte Tagung des Behandlungsnetzwerks HIT fand im März 2014 unter der wissenschaftlichen Leitung von Frau Prof. Dr. med. G. Fleischack, Herrn Dr.med. S. Tippelt, Frau Dr. med. P. Temming – pädiatrische Onkologie und Hämatologie, Universitätsklinik Essen – und...

krebsstiftung an wechselnden Standorten in Kooperation mit den lokalen Partnern, hat bereits eine langjährige Tradition und zeichnet sich durch eine ganz besondere Atmosphäre aus: Hier können Eltern und Patienten mit Experten der Kinderonkologie ohne Berührungsängste diskutieren und ihre Erfahrungen einbringen. Alle Beteiligten, Betroffene und Fachpublikum, profitieren von diesem konstruktiven Austausch und nehmen neue Anregungen und Erkenntnisse mit nach Hause und in den klinischen Alltag. Eindrucksvoll berichtete die ehemalige Patientin S. Schulze in einem Interview zum Auftakt des Programms über ihre Erfahrungen und Bewältigungsstrategien, ihren persönlichen Weg zu einer „neuen Normalität“.

Parallel zum wissenschaftlichen Programm, in dessen Fokus die Prüfarztreffen und aktuellen Berichte der GPOH-Hirntumorstudien und -register standen, und in den gemeinsamen Programmblöcken präsentierten mehr als 60 Referenten in Vorträgen und Workshops ein breit gefächertes Themenspektrum: Neue Ergebnisse aus Klinik und Forschung zu den einzelnen Hirntumorentitäten, molekulargenetische Aspekte, Chancen und Risiken der Strahlentherapie, endokrinologische Spätfolgen, innovative Methoden der Neurochirurgie, Erwartungen an die palliativmedizinische Betreuung, Möglichkeiten und Grenzen Hirntumor-Netzwerktagung am 28.-29. März 2014 in Essen – Aktuelles aus den Studien und offener Dialog mit Betroffenen – der Komplementärmedizin, psychosoziale Themen sowie Fragen zur Rehabilitation und Reintegration in Schule und Beruf wurden gemeinsam mit den Betroffenen diskutiert. Speziell an das Fachpublikum gerichtet waren Fortbildungsvorträge über innovative Therapieansätze und neue Targets sowie interdisziplinäre Themen.

Die Möglichkeit, an einer Führung durch das Westdeutsche Protonentherapiezentrum des Universitätsklinikums Essen teilzunehmen, wurde von vielen Teilnehmern der Tagung genutzt und als besonderer Höhepunkt empfunden. Das Tagungskonzept stimmt – dies zeigen nicht nur steigende Teilnehmerzahlen, sondern auch viele positive Rückmeldungen, wie zum Beispiel:
 „Mir hat die Tagung sehr viel gebracht. Ich habe viele neue Informationen bekommen und bin zutiefst beeindruckt von der Vielschichtigkeit und Kompetenz, die sich hinter dem HIT-Netzwerk verbirgt“ „Die Tagung hat mir sehr gut gefallen. Offener Austausch auf Augenhöhe zwischen Experten und Angehörigen. Danke für die tolle Veranstaltung.“
Die Reihe der HIT-Netzwerktagungen, die von der Deutschen Kinderkrebsstiftung im Rahmen ihres Förderungsschwerpunktes finanziert werden, soll im Jahr 2015 mit einer Fachtagung in Leipzig und 2016 in Göttingen, hier wieder mit Beteiligung von Patienten und Angehörigen, fortgesetzt werden.

Renate Heymans Deutsche Kinderkrebsstiftung Projektförderung Forschung
Prof. Dr. med. Gudrun Fleischhack Pädiatrische Onkologie und Hämatologie Universitätsklinikum Essen

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