Knochenmarkuntersuchungen

Autor:  Dr. med. habil. Gesche Tallen, Freigabe:  Prof. Dr. med. Dr. h.c. Günter Henze, Zuletzt geändert: 04.06.2020 https://kinderkrebsinfo.de/doi/e2008

Für die Diagnose einer Krebserkrankung kann eine Untersuchung von Knochenmark‎ erforderlich sein. Dabei wird das Knochenmark, abhängig vom Zweck der Untersuchung, auf seine zellulären und feingeweblichen, häufig auch auf molekulargenetisch‎e und immunologisch‎e Eigenschaften überprüft.

Die Untersuchung von Knochenmark erfolgt hauptsächlich:

  • im Rahmen der Erstdiagnose und Einteilung (Klassifizierung) von Leukämie‎n und Lymphom‎en sowie zwecks Überprüfung des Krankheitsverlaufes während und nach einer Behandlung dieser Erkrankungen (Verlaufdiagnostik),
  • zum Ausschluss beziehungsweise Nachweis von Knochenmark-Metastase‎n verschiedener solider Tumor‎en im Rahmen der Diagnostik‎ und Stadieneinteilung.

Knochenmark kann mit Hilfe einer Knochenmarkpunktion‎ oder, seltener, einer Knochenmarkstanzbiopsie gewonnen werden. Hier finden Sie Informationen zur Knochenmarkentnahme.