Welche Behandlungsmethoden sind erforderlich?

Autor:  Maria Yiallouros, Zuletzt geändert: 05.09.2026 https://kinderkrebsinfo.de/doi/e15497

Zu den Behandlungsmethoden, die bei einem Non-Hodgkin-Lymphom in Frage kommen, gehören die Chemotherapie, zielgerichtete Therapieoptionen, die Strahlentherapie (sehr selten) und die Hochdosis-Chemotherapie mit anschließender Stammzelltransplantation.

Hochmaligne Non-Hodgkin-Lymphome (NHL) breiten sich rasch im Körper aus; nur bei einem Drittel der Patienten ist die Erkrankung zum Zeitpunkt der Diagnose noch örtlich begrenzt.

  • Im Mittelpunkt der Behandlung eines NHL steht daher immer die Chemotherapie‎.
  • Nur sehr selten wird die Chemotherapie noch durch eine Strahlentherapie‎ (zum Beispiel eine Schädelbestrahlung) ergänzt, um den Therapieerfolg zu erhöhen.
  • Bei Kindern mit fortgeschrittenen reifen B-Zell-NHL wird eine sogenannte Chemoimmuntherapie angewandt, bei der zusätzlich zur Chemotherapie Antikörper‎ gegen Oberflächenmerkmale der Lymphomzellen verabreicht werden. Andere Behandlungsarten (zum Beispiel Antikörpertherapien bei anderen NHL-Typen oder Tyrosinkinase‎inhibitoren bei ALCL) werden im Rahmen klinischer Studien getestet.
  • In bestimmten Fällen ist eine hoch dosierte Chemotherapie (Hochdosis-Chemotherapie‎) mit anschließender Stammzelltransplantation‎ notwendig.

Die Intensität und Dauer der Chemotherapie, eine möglicherweise in Frage kommende Chemoimmuntherapie, die Notwendigkeit einer Bestrahlung oder einer Stammzelltransplantation sowie die Prognose‎ der Erkrankung richten sich vor allem danach, an welcher Form des NHL der Patient erkrankt ist, wie weit die Krankheit zum Zeitpunkt der Diagnose fortgeschritten ist und wie sie auf die Therapie anspricht (siehe auch Kapitel „Therapieplanung“).

Gut zu wissen: Da NHL sogenannte systemisch‎e Erkrankungen sind, die den ganzen Körper betreffen, stellt eine Operation in aller Regel keine geeignete Behandlungsmöglichkeit dar. Ein chirurgischer Eingriff, etwa zur Entnahme eines befallenen Lymphknoten‎s, dient ausschließlich Diagnosezwecken. Bei kleinen Tumoren kann dieser Eingriff möglicherweise mit einer scheinbar vollständigen Tumorentfernung verbunden sein. Der Patient bedarf dann einer weniger intensiven Chemotherapie‎. Ein vollständiger Verzicht auf eine Zytostatika‎behandlung ist jedoch nur sehr selten (zum Beispiel bei NHL mit ausschließlichem Hautbefall) möglich.