Magnetresonanzspektroskopie (MR-Spektroskopie, MRS)

Autor:  Maria Yiallouros, Freigabe:  Dr. med. habil. Gesche Tallen, Zuletzt geändert: 04.06.2020 https://kinderkrebsinfo.de/doi/e49196

Eine Magnetresonanzspektroskopie (MRS) kann in besonderen Fällen hilfreich sein, um lebendes Tumorgewebe von entzündlichen oder abgestorbenen (nekrotischen) Gewebeanteilen zu unterscheiden (zum Beispiel nach einer Chemotherapie‎ oder Strahlentherapie‎). Das Verfahren kann vor allem auch im Rahmen der Verlaufsdiagnostik eine Rolle spielen. Es funktioniert wie die Magnetresonanztomographie‎ (MRT), das heißt, mittels Magnetfeldern und ohne Röntgenstrahlung‎.

Die Beurteilung der MRS-Bilder erfolgt immer gemeinsam durch einen Facharzt für Radiologie‎ und das Behandlungsteam. Eine MR-Spektroskopie wird bei einem Kind oder Jugendlichen (unter 18 Jahren) nur durchgeführt, wenn einer der Erziehungsberechtigten nach einem Aufklärungsgespräch durch den zuständigen Radiologe‎n schriftlich in die Untersuchung eingewilligt hat.