Was erwartet Sie und Ihr Kind bei ambulanten/tagesstationären Terminen?

Autor:  Barbara Grießmeier, Iris Lein-Köhler, Erstellt am 29.11.2021, Zuletzt geändert: 29.11.2021 https://kinderkrebsinfo.de/doi/e232471

Für alle Termine in der Ambulanz und Tagesklinik gilt, dass Sie sich auf Wartezeiten einstellen sollten. Die MitarbeiterInnen der Klinik bemühen sich darum, Termine sinnvoll zu planen und zu organisieren. Dennoch lässt es sich in einer großen Institution wie einer Universitätsklinik mit vielen unterschiedlichen Abteilungen nicht immer vermeiden, dass es zu Unstimmigkeiten, Missverständnissen oder „Sand im Getriebe“ kommt. Wenn nicht jedes Rädchen des Systems einwandfrei mit den anderen zusammenarbeitet , können sich Wartezeiten manchmal summieren und es kann besonders lang dauern, bis sich Unklarheiten wieder aufgelöst haben.

Außerdem kommt es in einer Akutklinik auch immer wieder zu Notfallsituationen, die Ärzte und Pflegekräfte für längere Zeit binden können. Solche Wartezeiten lassen sich vielleicht leichter ertragen, wenn sich ÄrztInnen und Pflegende auch schon einmal viel Zeit für eine ungeplante Behandlung Ihres Kindes genommen haben und andere dafür warten mussten.

Zu Beginn jedes ambulanten Termins wird Ihrem Kind Blut abgenommen, um die aktuellen Blutwerte sofort zur Verfügung zu haben. In vielen Ambulanzen ist hierfür der „Fingerpieks“ Routine. Die meisten Kinder gewöhnen sich schnell an diesen kleinen Stich, der oft mit einer Süßigkeit belohnt wird.

Bei den meisten Terminen wird Ihr Kind von einem Arzt gründlich untersucht, um mögliche Infektionszeichen frühzeitig erkennen zu können. Manchmal müssen zentrale Katheter versorgt (gespült) werden, manchmal erhält Ihr Kind auch über mehrere Stunden Chemotherapie oder andere Medikamente wie Antibiotika. Sollten die Blutwerte besonders niedrig sein, erhält Ihr Kind Transfusionen mit Erythrozytenkonzentrat oder Thrombozyten. Wenn nicht schon vor dem Termin klar war, dass Ihr Kind eine Transfusion braucht, müssen Blutprodukte erst bestellt und geliefert werden und dann kann es zu besonders langen Wartezeiten kommen.

Anschließend wird der jeweils nächste Schritt in der Behandlung mit Ihnen besprochen. Um Ihren Tag besser planen zu können, fragen Sie am besten gleich, wie lange der nächste Termin voraussichtlich dauern wird. Auch wenn diese Angaben flexibel gehandhabt werden müssen, bekommen Sie doch einen Eindruck, worauf Sie sich einstellen sollten.

Wenn Sie Fragen an den Arzt haben, schreiben Sie sich diese bereits zu Hause auf, damit Sie beim nächsten Termin in der Klinik daran denken.