Arbeitsgemeinschaft Spätfolgen - Late-Effect-Surveillance-System (LESS)

Autor:  Julia Dobke, erstellt am 04.09.2013, Redaktion:  Julia Dobke, Zuletzt geändert:  05.11.2019

Seit Beginn der 90er Jahre wird in Deutschland am Aufbau eines Late-Effect-Surveillance-Systems (LESS) gearbeitet. Aufgabe dieses Systems ist es, Empfehlungen für ein Erfassungsprogramm unerwünschter Spätfolgen in der Behandlung der verschiedenen Tumorerkrankungen zu erstellen. Zielgruppe sind alle Geheilten, die während ihrer Behandlung ohne Rezidivprobleme sind. Als Zeitpunkt Null für die Erfassung von Spätfolgen wurde der Tag der Anschlussuntersuchung nach einer erfolgreichen antineoplastischen Therapie gewählt.

Das LESS-Studienzentrum (anfänglich in Erlangen, seit 09/2013 in Lübeck) sammelt und analysiert Daten über Spätfolgen bei Überlebenden von Krebserkrankungen im Kindesalter innerhalb eines gut strukturierten Netzwerkes. Dieses Netzwerk umschließt die Informationen über Spätfolgen, die einmal von den klinischen Studienleitungen direkt an das System gegeben werden wie auch Spätfolgen, die von den Kliniken oder auch von Hausärzten in das LESS-System gemeldet werden sollen. Diese Informationen werden dann ebenfalls an das Krebsregister in Mainz weitergegeben, damit dort alle Informationen, zum Beispiel auch über Zweitmalignomentwicklungen, für alle Tumorerkrankungen gebündelt werden können.

Ansprechpartner

Prof. Dr. med. Thorsten Langer Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck Klinik für Kinder-und Jugendmedizin, Pädiatrische Onkologie u. Hämatologie Ratzeburger Allee 160 23538 Lübeck Telefon +49 (0451) 500 42816 Fax +49 (0451) 500 42964 thorsten.langer@uksh.de

www.nachsorge-ist-vorsorge.de
Literatur zu Spätfolgen