Einteilung der Patienten in risikoangepasste Behandlungsgruppen (Stratifizierung)

Autor:  ´PD Dr. med. Gesche Tallen, Dipl.-Biol. Maria Yiallouros, erstellt am 08.01.2008, Zuletzt geändert:  15.10.2014

Patienten mit einem Medulloblastom beziehungsweise einem ZNS-PNET / Pineoblastom werden nicht alle gleich behandelt. Je nach ihrem Alter, der feingeweblichen (histologischen) Diagnose sowie dem Stadium der Metastasierung, in manchen Fällen zusätzlich auch in Abhängigkeit von der feingeweblichen Unterform (Subtyp) oder vom Vorhandensein eines Resttumors, erfolgt eine Zuteilung zu verschiedenen Behandlungsgruppen. Diese wiederum werden nach jeweils unterschiedlichen Therapieplänen behandelt. In der Fachsprache wird dieses Vorgehen auch Stratifizierung genannt.

Die im Rahmen der aktuellen Therapieempfehlungen (Studie HIT 2000 und HIT 2000 Register) berücksichtigten Prognosefaktoren sowie die sich daraus ergebenden Patientengruppen und Behandlungszweige finden Sie im Kapitel "Ablauf der Behandlung".

Anmerkungen : Es gibt Faktoren, von denen man zwar annimmt, dass sie auch Einfluss auf die Prognose nehmen können, die jedoch noch nicht für die Einteilung in die verschiedenen Behandlungsgruppen eingesetzt werden, weil ihr prognostischer Wert dazu noch überprüft werden muss. Diese Überprüfung findet durch gezielte Analyse der verschiedenen Krankheitsverläufe der einzelnen Patienten (anonym) im Rahmen der Therapieoptimierungsstudien statt.