Stadieneinteilung und Klassifikation: Wie werden Retinoblastome eingeteilt und nach welchen Kriterien wird die Behandlungsstrategie festgelegt?

Autor:  Dipl.-Biol. Maria Yiallouros, Erstellt am 31.05.2011, Zuletzt geändert: 14.10.2016 https://kinderkrebsinfo.de/doi/e96639

Retinoblastome unterscheiden sich – je nach Grad ihrer Ausdehnung zum Zeitpunkt der Diagnose und je nachdem, ob sie erblich oder nicht erblich, einseitig oder beidseitig sind – zum Teil hinsichtlich ihres Wachstumsverhaltens, ihres Krankheitsverlaufs, ihrer Therapierbarkeit und/oder ihrer Prognose voneinander.

Durch die exakte Bestimmung des Ausbreitungsstadiums des Retinoblastoms erhalten die Ärzte Hinweise darauf, wie der Patient auf eine bestimmte Behandlungsmethode ansprechen wird, ob für ein oder beide Augen nach der Therapie noch Sehfähigkeit zu erwarten ist und wie hoch das Risiko eines weiter fortschreitenden Tumorwachstums oder eines Krankheitsrückfalls sein wird.

Dieses Wissen wird bei der Behandlungsplanung berücksichtigt. Auch Alter und Gesundheitszustand des Patienten und das Wissen um eine eventuell vorliegende genetische Veranlagung für die Erkrankung (erbliches Retinoblastom) fließen in die Therapieplanung mit ein.