Häufigkeit: Wie oft kommt ein Retinoblastom vor?

Autor:  Dipl.-Biol. Maria Yiallouros, Erstellt am 30.05.2011, Zuletzt geändert: 05.01.2018 https://kinderkrebsinfo.de/doi/e96541

Das Retinoblastom ist der häufigste im Auge auftretende (intraokulare) bösartige Tumor im Kindesalter. In Deutschland erkranken pro Jahr etwa 40 Kinder unter 15 Jahren neu an dieser Krebsform. Das bedeutet, dass auf etwa 18.000 lebend geborene Kinder ein Kind mit einem Retinoblastom kommt. Insgesamt gesehen sind Retinoblastome allerdings selten: Sie machen nach Angaben des Deutschen Kinderkrebsregisters etwa 2 % aller bösartigen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter aus [KAA2016].

Das Retinoblastom tritt in der Regel bei Säuglingen und Kleinkindern auf, das heißt, es entsteht praktisch immer vor dem fünften Lebensjahr. Etwa 80 % der erkrankten Kinder sind jünger als vier Jahre.

Dabei werden in der Regel beidseitige, erbliche Retinoblastome in einem früheren Lebensalter diagnostiziert als nicht-erbliche, einseitige Retinoblastome: Das Durchschnittsalter beim beidseitigen Retinoblastom beträgt etwa 1 Jahr, beim einseitigen Retinoblastom etwa 2 Jahre. Jenseits des sechsten Lebensjahres sind Retinoblastome selten. Vereinzelt findet man aber auch bei älteren Kindern oder sogar bei Erwachsenen ein Retinoblastom [LOH2000] [TEM2012a].