Arbeitsgemeinschaft für Pädiatrische Radioonkologie

Ziele und Aufgaben der APRO

Die Arbeitsgemeinschaft für pädiatrische Radioonkologie (APRO) wurde am 30.11.1990 im Rahmen der Herbsttagung der GPOH von Prof. Michael Bamberg (Tübingen) ins Leben gerufen. In der APRO tauschen sich Experten der pädiatrischen Radioonkologie untereinander aus, geben Erfahrungen weiter und sorgen so für verbesserte Behandlungsmöglichkeiten.

Die Geschäftsordnung umfasst den Aufgabenbereich der APRO und ist zum 01.03.2011 in Kraft getreten.

Ziele

Die APRO bildet eine wichtige Schnittstelle zwischen der Deutschen Gesellschaft für Strahlentherapie/Radioonkologie (DEGRO) und der GPOH. Ihr Ziel ist es, die Strahlentherapie im Bereich der pädiatrischen Onkologie und deren interdisziplinären Netzwerk aus Onkologie, Chirurgie, Diagnostik, Pathologie und vielen anderen Fächern zu vertreten und einzubinden. Die pädiatrischen Radioonkologen arbeiten eng mit den pädiatrischen Onkologen und Kinderärzten zusammen, um das gemeinsame Ziel einer optimierten Therapie zu erreichen.

Aufgaben

Durch die Mitgestaltung zukunftsweisender Konzepte soll die Versorgung krebskranker Kinder kontinuierlich verbessert werden. Diese erfolgt interdisziplinär und im Rahmen der Therapieoptimierungsstudien der GPOH. In diesen Studien ist die Strahlentherapie mit ihren Konzepten und Richtlinien vertreten. Die Beratung erfolgt durch die strahlentherapeutischen Referenzzentren. In den Studienkommissionen sind Strahlentherapeuten vertreten und helfen bei der Erarbeitung neuer Therapiestrategien.

Arbeitsgruppen

In kleinen Arbeitsgruppen wird darüber hinaus die Erarbeitung spezieller Themen vorangetrieben. Die erste Arbeitsgruppe der APRO hat sich mit der Erfassung und Analyse von Nebenwirkungen der Bestrahlung von Kindern beschäftigt. Die Aktivität ging in das RiSK-Projekt auf (Verantwortlicher: N. Willich, Münster.). Eine weitere Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Einbindung der Partikeltherapie und anderer innovativer Techniken in die pädiatrische Onkologie (Verantwortliche: B. Timmermann, Essen). Die dritte Gruppe befasst sich dem Thema der palliativen Strahlentherapie für Kinder (Verantwortliche: K. Dieckmann, Wien).
Qualitätssicherung

Die Qualitätssicherung sowie die Umsetzung der Leitlinien und Studien in den jeweiligen Abteilungen für Strahlentherapie sind wichtige Vorbedingungen für eine gute Versorgung. Daher wird auf einen regelmäßigen Austausch zwischen den pädiatrischen und Fach-Radioonkologen Wert gelegt. Mindestens zweimal jährlich finden Treffen der Arbeitsgemeinschaft statt. Die Fortbildung der Deutschen Strahlentherapeuten im Sektor pädiatrische Onkologie wird von der DEGRO und GPOH unterstützt. 2001 wurde eine einheitliche Dokumentation der bestrahlten Kinder eingeführt (RiSK). Internationale Aktivitäten und eine Anbindung der Kinder-Strahlentherapie sind durch eine enge Kooperation mit der SIOP (International Society of Paediatric Oncology) und PROS (Paediatric Radiation Oncology Society) gewährleistet.

Ansprechpartner

Prof. Dr. med. Karin Dieckmann

Medizinische Universität Wien
Universitätsklinik für Strahlentherapie
Allgemeines Krankenhaus der Stadt Wien
Währinger Gürtel 18-20
1090 Wien
Tel.: +43 (1) 4040 02692

Karin.Dieckmann(at)meduniwien.ac.at

Geschäftsordnung und Mitgliedsantrag