December 15, 2015 - Verschiedenes

Wo wohnt Ihr früherer Patien Max Müller heute?

Nutzen Sie den Service des Deutschen Kinderkrebsregisters! Wenn Sie im Rahmen Ihrer Nachsorgesprechstunde planen ehemalige Patienten anzuschreiben, benötigen Sie deren aktuelle Adressen. Dies ist der richtige Moment, sich an das Deutsche Kinderkrebsregister (DKKR) zu wenden.

Denn seitdem das DKKR von der GPOH den Auftrag bekommen hat, im Rahmen der Langzeitnachbeobachtung aktuelle Adressen vorzuhalten und die Gesundheitsministerien von Bund und Ländern dies mitfinanzieren, gehören Einwohnermeldeamts- Recherchen zum täglichen Geschäft. So wird nicht nur bei akutem Bedarf, sondern regelmäßig dafür sorgt, dass die Adressen aktueller und ehemaliger Patienten auf dem jeweils neuesten Stand sind. Bislang wurden etwa 50 000 solcher Recherchen durchgeführt. Darunter ca. 2 000 einmalige Recherchen jedes Jahr, um die 16 Jahre alt gewordenen Patienten auf ihre Speicherung im Register hinzuweisen (und ihnen Gelegenheit zum Widerspruch zu geben) und über 5 000 Recherchen jedes Jahr, um denjenigen, deren letzte Adresse schon ca. fünf Jahre alt ist, eine Statusabfrage senden zu können. Dies wird mit der steigenden Zahl der Langzeitüberlebenden (derzeit sind etwa 30 000 ehemalige Patienten in der aktiven Langzeitnachbeobachtung) weiter steigen.

Dazu kommen jährlich mehrere 1 000 Recherchen für vom Forschungsausschuss der GPOH zugelassene Projekte, bei denen eine Befragung oder Einladung ehemaliger Patienten vorgesehen ist, wie z.B. bei der VIVE- oder CVSS-Studie. Es hat sich bewährt, vor einem Projekt die Adressen zu recherchieren und nicht erst, wenn kistenweise Anschreiben mit dem Vermerk „unbekannt verzogen“ zurückkommen. Zum einen beschleunigt dies die Sache innerhalb eines Projekts, zum anderen wird dadurch verhindert, dass in den letzten Jahren verstorbene Patienten angeschrieben werden.

Nutzen Sie unsere Erfahrung
Um dies effizient durchzuführen braucht es viel Erfahrung,die wir uns seit 2006 erarbeitet haben. So wissen wir z.B.,welche der ca. 11 000 deutschen Gemeinden und Gemeindeverbündezu welchen der ca. 5 000 Melderegister gehören und welche ca. 30 % davon jeweils aktuell an das relativ bequeme europäische Recherchesystem RISER angeschlossen sind, in dem wir natürlich registriert sind. Wir wissen, welche Gemeinden schnell und welche langsam antworten, wann wo und nach welcher Zeit Erinnerungen angebracht sind, was das Ganze wo kostet und mit welchen Argumenten man wo Gebührennach- und -erlässe erreichen kann. Und wir wissen, dass ca. 30 % aller Recherchen wegen Umzugs am nächsten Wohnort wiederholt werden müssen und wie lange das Ganze erfahrungsgemäß dauert. Weiterhin wissen wir um die Datenschutzaspekte dieses Vorgehens, welche Information wir dem Einwohnermeldeamt geben dürfen, welche Informationen man wie und wo bekommt, welche Informationen wir wem weitergeben dürfen, wie man mit gesperrten Adressen umgeht, und, und, und …

Warum erzählen wir Ihnen dies?
Warum wir Ihnen, liebe pädiatrischen Onkologen/Hämatologen von der GPOH, dies erzählen? Ganz einfach, um Ihnen in Erinnerung zu rufen, dass wir am DKKR für diese Aufgaben finanziert sind und dass dies alles zentral und ohne doppelten Aufwand ablaufen kann und ablaufen sollte.

Deshalb: Wenden Sie sich an uns, bevor Sie selbst versuchen, herauszufinden, wo Max Müller heute wohnt!

Claudia Spix, Desiree Grabow, Peter Kaatsch
mit dem Meldeamts-Recherche-Team des Dt. Kinderkrebsregisters

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