01. May 2014 - Studien, Registern und Arbeitsgruppen

Studien-Update HIT-MED Studienzentrale

Das deutsche HIT 2000 Interim Register läuft zum 30. Juni 2014 aus und wird in ein internationales Register (I-HITMED) überführt.

Zusätzlich werden aktualisierte Therapieempfehlungen

in Kürze an alle beteiligten Kliniken versendet. Diese werden sich zum Teil von den Therapieempfehlungen

der HIT 2000 Studie unterscheiden, da hier auch weitere klinische Daten aus anderen Studien in die

Empfehlungen einfließen. 

Die europäische Studie PNET 5 MB für Kinder und Jugendliche

im Alter von 3 bzw. 5 Jahren bei Diagnose mit

Medulloblastom mit niedrigem Risiko (nicht-metastasiert,

Resttumor <1.5cm², Aktivierung des WNT-Signalwegs;

Phase II) sowie Standardrisiko (nicht-metastasiert, Resttumor

<1.5cm², klassische oder desmoplastische Histologie;

Phase III) wurde im April 2014 initiiert und im Mai 2014

wird mit dem Start der Rekrutierung gerechnet.

Die Studiendatenbank Marvin wird zur Dokumentation

in PNET 5 MB genutzt und soll auch zur Dokumentation

im I-HIT-MED Register verwendet werden. Bis zur Umsetzung

wird im Register noch die Papierdokumentation

genutzt.

Die internationale klinische Studie SIOP Ependymoma

II für Patienten mit Ependymomen befindet sich im

Genehmigungsprozess. Weitere Studien für Patienten mit

Hochrisiko-Medulloblastom und für junge Kinder mit Medulloblastom

(<3 bzw. 5 Jahre, abhängig von der Histologie)

sind in Planung. Bis diese Studien rekrutieren, sollten alle

Patienten mit der Diagnose eines Medulloblastoms (AusStudien-Update

HIT-MED Studienzentrale nahme PNET 5 MB), Ependymoms und ZNS-PNET in

das Register gemeldet werden.

Ein wesentlicher Bestandteil aller Studien und des Registers

ist die Sammlung von Tumormaterial für biologische

Untersuchungen in Begleitstudien. Für die PNET 5 MB

Studie sind diese Untersuchungen bereits initial therapierelevant

und gelten als Einschlusskriterium.

Als Begleitstudie hat auch die Neuropsychologie in PNET

5 MB ihren festen Platz. Mithilfe des Basisdiagnostikums

werden die neurokognitiven Folgen der Behandlung und

Auswirkungen einzelner Risikofaktoren z.B. Alter bei

Diagnose, Radiotherapie, Shunt, etc. untersucht. Auch

außerhalb dieser Studie sollte nicht auf die Erfassung dieser

Spätfolgen und einer damit verbundenen Empfehlung für

die Patienten verzichtet werden.

Weitere Informationen

Die HIT-Med Studienzentrale wird gefördert durch die

Deutsche Kinderkrebsstiftung, die Fördergemeinschaft

Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V., die Damp-Stiftung

und die RIEMSER Pharma GmbH.


Kontakt:
HIT-MED Studienzentrale, Frau Susanne Becker

(Dokumentation), Tel. 040-7410-58200, Fax 040-7410-

58300, hitchem@uke.de

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Klinik für

Pädiatrische Hämatologie und Onkologie, Martinistraße

52, 20246 Hamburg

Stefan Rutkowski für das HIT-MED Team in Hamburg

zurück

Termine der Kinderkrebsstiftung

Hier finden Sie die Veranstaltungen der Deutschen Kinderkrebsstiftung.