Aktuelle Mitteilungen

15. December 2015 - Symposien, Konverenzen, Events

24. Arbeitstagung: Experimentelle Neuroonkologie in Minden (24.-25.04.2015)

Die 24. Arbeitstagung „Experimentelle Neuroonkologie“ der GPOH fand auch in diesem Jahr unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. med. Bernhard Erdlenbruch in Minden statt.

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Wie schon in den vergangenen Jahren hat die
Kinderkrebsstiftung diese Schwerpunkttagung finanziell unterstützt. Kinderonkologen, Strahlentherapeuten, Neuropathologen, Neurologen, Neurochirurgen und Pharmakologen aus Deutschland und Belgien trafen zusammen, um die
neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse aus dem Gebiet der Neuroonkologie zu diskutieren. Die Themenschwerpunkte in diesem Jahr waren wieder sehr vielfältig. Die Wirkungsweise und der Einsatz verschiedener Histondeacetylase-Hemmstoffe wurde von mehreren Wissenschaftlern aus dem DKFZ in Heidelberg vorgestellt. Wie in den vergangenen Jahren wurden auch diesmal neue Wirkstoffe wie beispielsweise Artesunate zur Hirntumortherapie vorgestellt. Der Einsatz onkolytischer Viren wird seit einigen Jahren gerade im Bereich der Neuroonkologie eingehend untersucht und scheint einer klinischen Anwendung näherzukommen. Ein Schwerpunkt der Forschungsarbeiten der pädiatrischen Neuroonkologie liegt seit Jahren im Bereich der Bedeutung molekularbiologischer Untersuchungen des Tumorgewebes und der daraus abzuleitenden Optionen für eine zielgerichtete Therapie der jeweiligen Tumoren. Der diesjährige Einladungsvortrag, den PD Dr. Marc Remke aus Düsseldorf hielt, nahm dieses Thema auf. Die Bedeutung der intra- und interindividuellen Heterogenität von Hirntumoren wurde eindrucksvoll vorgestellt. Es folgte eine eingehende
Diskussion dieses grundlegenden Problems. Auch im neuen Register zur Behandlung von Rezidivtumoren auf einer individuellen Analyse der molekularbiologischen Besonderheiten des Tumorgewebes – INFORM – spielt die Gewinnung von repräsentativem Tumorgewebe eine entscheidende Rolle. Hier wurde der aktuelle Stand präsentiert. Die Tagungsbeiträge werden wie in den vergangenen Jahren im Heft 6 der „Klinischen Pädiatrie“ veröffentlicht. Der offensichtlich schon traditionelle Grillabend auf der Terrasse des Hotels Holiday Inn rundete den gelungenen intensiven wissenschaftlichen Austausch ab. Im nächsten Jahr feiert die „Experimentelle Neuroonkologie runden Geburtstag. Die 25. Tagung soll am 29./30. Mai 2016 sattfinden.

Prof. Dr. med. B. Erdlenbruch

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15. December 2015 - Symposien, Konverenzen, Events

4. Nachwuchsakademie "Pädiatrische Onkologie"

Im Rahmen des Nachwuchsförderprogramms der GPOH fand die 4. Nachwuchsakademie „Pädiatrische Onkologie“ vom 30. Juli bis 1. August 2015 im Gustav-Stresemann-Institut in Bonn-Bad Godesberg statt.

Ziel des  Nachchwuchsförderprogramms der GPOH ist es, den wissenschaftlichen Nachwuchs in der pädiatrischen Onkologie gezielt zu fördern, da es einen Mangel an qualifizierten Nachwuchskräften in der pädiatrischen Forschung gibt. Die Teilnehmer der 4. Nachwuchsakademie gewannen einen Einblick in ein breites Themenspektrum der experimentellen bzw. klinischen Forschung. Weiter wurden die Nachwuchsförderprogramme der Deutschen Forschungsgemeinschaft bzw. der Deutschen Krebshilfe vorgestellt sowie anhand von Erfahrungs berichten konkrete Einblicke in mögliche Karrierewege in der translationalen Forschung in der pädiatrischen Onkologie gegeben. Darüber hinaus bot die Veranstaltung einen geeigneten Rahmen für einen informellen Erfahrungsaustausch und Mentoring. Organisiert wurde die Nachwuchsakademie von Frau Prof. Dr. Simone Fulda, am Universitätsklinikum Frankfurt Direktorin des Instituts für Experimentelle Tumorforschung in der Pädiatrie, das von der Frankfurter Stiftung für krebskranke Kinder finanziert wird. Die Deutsche Kinderkrebsstiftung hat diese Veranstaltung wie bereits in den Vorjahren durch eine großzügige Förderung unterstützt, wofür ihr an dieser Stelle der besondere Dank gilt.

Prof. Dr. med. Simone Fulda

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15. December 2015 - Symposien, Konverenzen, Events

Summer Training Course - Infektionsmanagement Pädiatrische Onkologie und HSZT

Am 12. und 13. Juni 2015 fand am Universitätsklinikum Münster der von der DGPI/GPOH Arbeitsgruppe Infektionen in der Pädiatrischen Hämatologie und Onkologie ausgerichtete Summer Training Course unter Schirmherrschaft von GPOH, DGPI, DMYKG und PEG statt.

In dem sich über zwei Halbtage erstreckenden Intensivkurs für Assistenz- und Fachärzte in der Weiterbildung wurden alle relevanten Themen der antiinfektiösen Supportivmedizin in praxisnaher Weise von ausgewiesenen Experten vorgestellt und inter aktiv diskutiert. Ein abschließendes Testat diente der Erfolgs kontrolle mit maximal 14 erreichbaren CME-Punkten. Über 50 Teilnehmer aus Kliniken aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz haben den Kurs besucht mit durchgehend ausgezeichneter Bewertung von Inhalten und Kursformat. Die Arbeitsgruppe plant eine Wiederholung des Kurses in zwei Jahren sowie die verstärkte Berücksichtigung infektiolo gischer Themen im Intervall in Form von themenfokussierten Symposien auf den Tagungen der GPOH.

Andreas H. Groll, Münster

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15. December 2015 - Editorial

Vorwort

Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir freuen uns, dass auch diesmal wieder für unsere Mitteilungen der GPOH interessante Beiträge und Informationen zusammengekommen sind. Ganz besonders möchte ich Ihre Aufmerksamkeit auf die diesjährige 23. Regenbogenfahrt lenken.

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Erstmals wurde die Regenbogenfahrt 1993 in Hannover gestartet. Das ausgesprochen positive Echo, das die Jugendlichen damals erfuhren, prägt bis heute die seither jährlich stattfindende Tour. Selbst aktiv sein, anderen  krebskranken Mut machen und der Öffentlichkeit zeigen, dass eine Krebserkrankung im Kindes- und Jugendalter überwindbar ist, ist die Intention der Regenbogenfahrt, die von der Deutschen Kinderkrebsstiftung veranstaltet wird.

Am 22. August machten sich die jungen Leute unter Schirmherrschaft von Bundestagspräsident Lammert erneut auf den Weg, um diesmal in den neuen Bundesländern die Kliniken und Elterngruppen für krebskranke Kinder und Jugendliche zu besuchen. Die Strecke führte von Halle über Leipzig, Chemnitz, Dresden und Cottbus bis nach Berlin, das die 45 Teilnehmer, die allesamt im Kindes- und Jugendalter selbst an Krebs erkrankt waren, am 29. August erreichten. Dabei ging es den Teilnehmern vor allem darum, den Patienten und ihren Eltern Mut zu machen. Auf ihrer rund 600 km langen Wegstrecke wurden die Regenbogenfahrer von vielen Gemeinden empfangen und von zahlreichen Mitfahrern begleitet. Dazu gehörte auch der Vorsitzende der Deutschen Kinderkrebsstiftung, Ulrich Ropertz. „Was Ihr in dieser Woche einmal mehr geleistet habt, verdient allerhöchsten Respekt“, freute sich Ropertz über das Engagement. „Bessere und eindrucksvollere Botschafter kann man sich einfach nicht vorstellen.“

Die Regenbogenfahrt wurde 2012 von der Veranstaltungsreihe „365 Orte im Land der Ideen“ als eines der herausragenden Projekte in Deutschland geehrt und gewann auch den  Publikumspreis des renommierten Wettbewerbs. 2014 erhielt die Regenbogenfahrt den „Preis für Engagement“ der Drogeriemarktkette dm, im Mai 2015 den von der Bayer Care Foundation jährlich vergebenen Publikumspreis beim Aspirin-Sozialpreis.

Ich bin seit vielen Jahren ein großer Fan der Regenbogenfahrt. Die hoffnungsvolle Botschaft, die die Regenbogenfahrer den betroffenen Kindern und ihren Eltern in dieser schwierigen Situation mitbringen, ist fantastisch und nicht hoch genug zu bewerten. Ich staune jedes Mal erneut, wie viel neuen Lebensmut unsere Patienten und ihre Eltern durch den Besuch der Regenbogenfahrer und die Gespräche mit ihnen schöpfen. Auf diesem Wege möchte ich mich im Namen unserer Patienten noch einmal ganz herzlich dafür bedanken und alle Kolleginnen und Kollegen bitten, das Projekt in den kommenden Jahren jeweils tatkräftig zu unterstützen!


Ihre Angelika Eggert

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